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Collembola - Springschwänze

Größe: 0,2 - 10,0 mm

Entognathe Insekten

Lebensraum: in/auf der Erde, in Moos, unter Rinde, auf Wasseroberflächen und Gewässerufern (auch am Meer) und selten in Ameisen- und Termitennestern

6000 bekannte Arten (1500 in Europa), weltweit verbreitet

hohe Individuenzahlen => bodenbiologische Bedeutung (Zersetzung, Verbreitung von Mikroorganismen) => Indikatorgruppe

Nahrung: Algen, Pilze, Pollen, Detritus, mikrobiell zersetzte Pflanzenteile, z.T. Räuber und Aasfresser

Aggregationen durch bestimmte Feuchtigkeiten, Temperaturen, erhöhte CO2-Gehalte und Aggregationspheromone

Langgestreckter, deutlich segmentierter zylindrischer Körper oder kugeliger undeutlich segmentierter Körper

Je nach Lebensraum helle oder dunkle Färbung (z.T. physiologischer Farbwechsel)

Integument mit warzigen Erhebungen mit Mikrotuberkeln oder Wabenmuster, z.T. kryptische Färbungen, unterschiedlich gestaltete Haare und Schuppen

Pro- oder hypognather Kopf

Entognathe, kauende, schabende oder stechend-saugende Mundwerkzeuge

Primär viergliedrige Gliederantenne mit zahlreichen mechano- und Chemosensillen, bei Männchen manchmal zu Greif- und Klammerorganen umgewandelt

Einfache, z.T. reduzierte Komplexaugen, bestehend aus lose verbundenen eukonen Einzelaugen (Ommen) und Ocellen (Hell-Dunkel-Sehen)

Thorax mit drei Beinpaaren - kein Tibiotarsalgelenk!

Prätarsus mit eingehüllter Klaue und Empodium

Sechsgliedriges Abdomen, keine Urogomphi, abdominale Beinderivate

Mehrteiliger, stempelartiger Ventraltubus am ersten Abdominalsegment (unpaarer Basalteil, paarige Endblasen durch Hämolymphdruck ausstülpbar, durch Retraktormuskeln einziehbar)

Ventraltubus: Wasser- und Ionenaufnahme, Respiration, Adhäsion an Oberflächen, Putzapparat

Retinaculum am 3. Abdominalsegment zum befestigen der Furca

Furca: Gliedmaßenpaar am 4. Abdominalsegment, teils reduziert, selten fehlend; basal ein unpaares Manubrium, daran jeweils paarige Dentes und Mucrones

Fortpflanzung: nicht differenzierte Gonaden, Abgabe der Geschlechtsprodukte über unpaaren Gang am 5. Abdominalsegment; Sperma als Tröpfchen auf Stiel abgesetzt => durch Weibchen aufgenommen (keine äußeren Geschlechtsorgane); z.T. Parthenogenese

Nervensystem: bei Sminthuriden konzentriert (abdominale Ganglien mit 3. thorakalem Ganglion verschmolzen)

Verdauungssystem: Darm weitgehend ungegliedertes Rohr, Malpighische Gefäße fehlen, After am 6. Abdominalsegment; Speicheldrüsen, Labialniere im Kopf; Exkretausscheidung bei Häutung oder Speicherung im Fettkörper

Herz mit 2 bis 6 Ostienpaaren

Tracheen nur bei Symphypleona, sonst Hautatmer

Postembryonale Entwicklung: 5-7 oligomere Larvenstadien bis Geschlechtsreife, danach bis zu 50 Häutungen; keine weiteren Größenzunahme nach 15. Häutung