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Mantodea - Fangschrecken, Gottesanbeterinnen

2160 Arten

Räuberisch, relativ groß, Neoptera

Vorderbeine zu Fangbeinen umgewandelt

Wärmeliebend, solitär, meist standorttreu, Lauerstellung in Sträuchern, Bäumen oder auf Rinde

Abwehr: Flucht (Fliegen, Hüpfen), Autotomie, Angriff durch Vorderbeine, Warnfarben, Regurgitation (Erbrechen des Vorderdarminhalts) Mimikry / Mimese

Weibchen größer, schwerer als Männchen, weniger gut flugfähig

Bildung eines Eikokons (=> Ausbreitung)

Kopf: hypognath, dreieckig, gut beweglich, 3 Ocellen, große Facettenaugen, schmale vielgliedrige Geißelantennen; beißend-kauende Mundwerkzeuge (Mandibeln, Maxillen (5-gliedrige Palpen), Labien (3-gliedrig)

Prothorax: schmal, stark verlängert, Prosternum stark sklerotisiert; Profemora & Protibien fungieren als Klappmesser, Haarbüschel zur Reinigung der Facettenaugen; Protibia am Ende mit Haken

Pterothorax: nicht verlängert, fest verbunden, Stigmen, Beine nicht spezialisierte Laufbeine

Tarsen 5-gliedrig

unpaares Gehörorgan zw. metathorakalem Beinpaar

Flügel nur bei Männchen voll funktionstüchtig, bei Weibchen oft reduziert, Vorderflügel schmaler und härter als Hinterflügel

Abdomen: 11 Segmente, gegliederte Urogomphi, Analplatte (Tergum 8), Supraanalplatte (Tergit 10), Männchen mit Styli im Bereich der Spitze der Subgenitalplatte, Stigmen im Bereich der Pleuralmembranen

Verdauung: gerader Darm, voluminöser Kropf, Kaumagen, 8 Blindsäcke, paarige Speicheldrüsen, 100 Malpighische Gefäße

Herz mit 12 Paar Ostien

Fettkörper ohne Mycetocyten

Fortpflanzung: Ovar mit zahlreichen Ovariolen, Bildung der Ootheca durch Spermatheca & Anhangsdrüsen; paarige große Hoden, paarige Samenblasen

Nervensystem: 3 thorakale, 4 abdominale Ganglienpaare (ursprünglich 7)

Entwicklung: (Sexuallockstoffe), Balz, Kopula (Spermatophore), gattungstypische Ootheca (10-400 Eier), selten Parthenogenese, 3-12 Larvenstadien, rudimentäre Flügelanlagen, weniger Antennenglieder, Regeneration bei Larven, 1 Jahr Lebensdauer