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Mollusca - Weichtiere

50 000 Arten

Systematik:
I. Aculifera
I.I. Aplacophora (Wurmmollusken)
I.I.I. Caudofoveata (Schildfüßer)
I.I.II. Solenogastres (Furchenfüßer)
I.II. Polyplacophora (Käferschnecken)
II. Conchifera
II.I. Monoplacophora (Napfschaler)
II.II. Gastropoda (Schnecken)
II.III. Cephalopoda (Kopffüßer / "Tintenfische")
II.IV. Scaphopoda (Kahnfüßer)
II.V. Bivalvia (Muscheln)

1mm (Aplacophora) bis 18m (Architheutis)

arten- und formenreich, weltweit bis auf von Dauereis gedeckte Hochgebirge oder Polarregionen

bilateralsymmetrische Tiere mit Tendenz zur Asymmetrie

dienen vielen anderen Tieren als Nahrung, Parasitenüberträger, Handel mit Gehäuse und Schalen

Körper: Cephalopodium (Kopffuß), Visceropallium (Eingeweidesack mit Mantel)

Cephalopodium: entlang der Längsachse, Lokomotion, Umweltkontakt

Visceropallium: innere Aufgaben (Organe im Eingeweidesack), Schutz des Körpers (durch Schale, Stachel, Platten, etc.)

Typische Entwicklung bei marinen Mollusken (außer Cephalopoden): Spiralfurchung, Larve (Praeveliger, Hüllglockenlarve oder Veliger)

Kopf: zentrale Teile des Nervensystems, Innervierung des Körpervorderendes, Mechano-, Chemorezeptoren, Lichtsinnesorgane; Mund

Fuß: Muskulatur und flüssigkeisterfüllte Lakunen (Antagonisten); Bindegewebe, Nerven, Drüsen, nach außen abschließendes Epithel

Mantel (Pallium): gebildet aus dorsalem Epithel und dazugehörigem Bindegewebe, Muskeln, Nerven und Drüsenzellen; schützende Körperdecke mit Stacheln, Platten, Schuppen oder Schalen; fest mit Eingeweidesack verbunden, gleiche Form wie dieser => Schalenform; "Mantelrand" ragt über Eingeweidesack hinaus => Mantelrinne => Mantelhöhle

Mantelhöhle: Mündungen von Verdauungs-, Exkretions- und Genitalsystem; Kiemen, chemische Sinnesorgane (Osphradien), Drüsen

Kiemen: typisch sind Ctenidien; Stützachse, seitlich ansitzende Kiemenblättchen für Gasaustausch; sekundär vervielfacht, reduziert, abgewandelt

Eingeweidesack: bruchsackartige Erweiterung des Körpers; enthält die meisten inneren Organe; bei Aplacophora nicht vorhanden, bei Nacktschnecken sekundär wieder in Fuß integriert

Coelom: beschränkt auf Perikard, Gonadenhöhlen und Teile des Exkretionssystems und deren Verbindungskanäle (Gono- und Renoperikardialgang)

Ursprünglich paarige Metanephridien mit Wimperntrichter im Perikard, später drüsige Exkretionsorgane

Inner Organe liegen in Bindegewebe, Muskelsträngen, bluterfüllten Lakunen

Keine inneren harten Stützelemente => verformbarer Körper

Verdauungstrakt: Mundöffnung, Bucchalhöhle, Pharynx, Oesophagus, Magen, Mitteldarm, Enddarm mit Anus; gestreckt oder haarnadelförmig; Radula (bei Bivalvia reduziert => Filtrierer; Solenogastres saugende Ernährung); in Bucchalhöhle Vermischung mit Speichel; Verdauung und Resorption in Mitteldarmdrüsen

Offenes Zirkulationssystem; Tendenz zum geschlossenen System (Stylomatophora: Helix, Arion, Achatina; Cephalopoda); Herz besteht aus 1 Ventrikel und 1-4 Atrien (entspricht der Kiemenanzahl)

Herz liegt im Herzbeutel (Perikard), Druckgefälle => Ultrafiltration der Exkrete vom Herzen ins Perikard => paarige Metanephridien (entspringen im Perikard) und ziehen bis zur Mantelhöhle => Sekundärharn; z.T. Nierenbildung

Larvalstadien mit Protonephridien

Nervensystem in verschiedenen Entwicklungsstufen: Markstränge, Ganglien, Cerebralganglien; Hautlichtsinn, Kopfaugen in unterschiedlichen Entwicklungsstufen, Statocysten, Mechanorezeptoren, Chemorezeptoren etc.

Genitalorgane im Eingeweidesack, meist geschlechtliche Fortpflanzung, Zwitter oder Zwittergonaden möglich

Fortpflanzung:
Ursprünglich äußere Befruchtung, innere bei höher entwickelten Mollusken; regelmäßige Spiralfurchung (Cephalopoda sekundär mit diskoidaler Furchung); Larventypen: Praeveliger, Hüllglockenlarve oder Veliger